St. Ursula Schloß Holte

Wir sind St. Ursula

„Glauben heißt, die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang aushalten.“ (nach Karl Rahner)

Wir sind St. Ursula … wir sind Kirche vor Ort!

Die St. Ursula Gemeinde möchte eine bunte, fröhliche und lebendige aber auch suchende und fragende Gemeinde sein. Zusammen mit den Verbänden und Gruppierungen vor Ort organisieren wir regelmäßig verschiedene Aktivitäten für alle Altersgruppen. Unsere aktuellen Termine können Sie hier herunterladen.

Weitere Aktivitäten, die im Pastoralen Raum „Am Ölbach“ stattfinden, finden Sie unter dem Menüpunkt „Terminübersicht“

Durch unsere Aktivitäten in der Gemeinde wollen wir eine Verbindung zwischen traditionellen und neuen Formen des pastoralen Lebens bauen. Diese Aufgabe ist jedoch nur als Gemeinschaftsaufgabe realisierbar. Daher unsere Bitte: Wenn Sie eine Idee haben oder sich aktiv an dem Gemeindeleben beteiligen wollen, senden Sie uns eine E-Mail an st.ursula.schlossholte@gmail.com oder rufen Sie uns unter Tel. 0171.1660213 an.

Sie haben außerdem die Möglichkeit unser Formular „Ich bin dabei“ auszufüllen und es uns per E-Mail zu senden oder in den Briefkasten an der Litfaßsäule in der Kirche zu werfen. Wir kontaktieren Sie gerne.

Unser Ziel ist es gemeinsam mit Ihnen eine Gemeinschaft zu bilden, in der jede und jeder sich willkommen fühlt und in der Gottes-Dienst und Menschen-Dienst zusammen den Weg bestimmen.

⟩ Aktuelle Termine (PDF)
⟩ Ich bin dabei (PDF-Formular)

geöffneter Eingang Kirche von Außen

Kirchengeschichte

Die Gemeinde St. Ursula findet ihre Anfänge am Ende des 19-ten Jahrhundert, als Pastor Franz Fröhling, der seit 1894 Seelsorger in Kaunitz war, die Weichen für einen eigenen Kirchbau in Schloß Holte legte. Grund dafür war die starke Bevölkerungsentwicklung in dieser Region. Durch den Bau der Holter Eisenhütte in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloß Holte zogen viele Arbeiterfamilien in die bis dahin weitgehend unbesiedelte Gegend. Ein weiterer Grund für das schnelle Wachstum der Bevölkerung war der Bau der Eisenbahnlinie Paderborn-Bielefeld.

St. Ursula 1913–1932
Die Kirche St. Ursula von 1913–1932

Nach anfänglichen finanziellen Schwierigkeiten konnte schließlich mit Unterstützung mehrerer privater aber auch institutioneller Spender das für den Bau der Kirche benötigte Geld gesammelt werden.

Mit der Planung des Kirchbaus wurde der Paderborner Architekt Happe beauftragt und die Arbeiten wurden von dem Wiedenbrücker Bauunternehmer Büscher ausgeführt. Die Grundsteinlegung fand am 10.11.1912 statt.

Der Rohbau konnte bereits im März 1913 vollendet werden. Den Transport der Bausteine zur Baustelle führten Liemker Bauern kostenlos durch. Aus der Meiwes-Stiftung wurde von Pastor Fröhling zusammen mit dem Fabrikanten Stölting, dem Tischler Röchter und dem Bauer Kipshagen der erste Hochaltar angeschafft. Ein zugehöriger Sandsteinsockel wurde vom Bildhauer Spalthoff in Paderborn erworben. Der evangelische Schlossbesitzer und Landrat a.D. Tenge-Rietberg stiftete die erste Kanzel. Die drei farbigen Fenster im Chorraum der Kirche wurden vom Bochumer Glasmaler Engels eingesetzt. Für den kleinen Dachreiter-Turm wurde eine Glocke aus Brilon angeschafft.

Am 27. 03.1913 bekam Schloß Holte seinen ersten eigenen Seelsorger, den Neupriester Friedrich Berkenkopf. Allerdings war die Pfarrvikarie noch im Bau, so dass er jeden Sonntag mit einem Pferdegespann von Kaunitz aus nach Schloß Holte kam. Die erste heilige Messe in der St. Ursula-Kirche wurde von ihm am 20.07.1913 zelebriert.

St. Ursula geschmückt
St. Ursula zur 30-Jahr-Feier

Die Konsekration (Weihe) der Kirche wurde schließlich am 13.10.1913 durch den Paderborner Weihbischof Heinrich Hähling von Lanzenauer in einer festlichen Feier in Beisein zwölf weiterer Priester vorgenommen. Hierbei wurden in das Grab im Hochaltar Reliquien des hl. Aurelius und der hl. Bonosa beigesetzt.
Die 1921 errichtete Pfarrvikarie wird 1942 zur Pfarrgemeinde erhoben. Der erste Pfarrer war der Vikar Josef Brill.

Fronleichnam
Fronleichnam
Kirche mit Gerüst
St. Ursula 1932 und 1949
Kirche mit Gerüst
St. Ursula 30.01.1960 – Konsekration des neuen Altars / Orgel im neuen Gewand
St. Ursula bei der Messe und vom oben

Rundgang

Standort: Kirchstraße 5, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock (Schloß Holte)

Mehrfach wurde die Kirche umgebaut. Am 1. März 1942 wurde St. Ursula Pfarrei. Auf die vielen Veränderungen im Laufe der 100 Jahre kann nicht eingegangen werden, vielmehr möchten wir Ihnen kurz den Istzustand der Kirche erklären. Das Auge des Betrachters wird als erstes den neugotischen Hochaltar aus dem Jahre 1899 wahrnehmen.

Innenraum mit Blick auf den Altar Altar Detail

Es ist ein Altar mit zwei vollplastischen Ecksäulen. Das Antipendium zeigt eine aufgelegte Maßwerkschnitzerei. Das vorspringende Quadratfeld besitzt im zentralen Kreisrund eine Darstellung des apokalyptischen Lammes, das auf dem Buch mit den sieben Siegeln liegt. Die Padella mit gefassten Halbbildern zeigt die vier Kirchenlehrer in Reliefarbeit. Dazwischen findet sich der Tabernakel. Auf dem Tabernakel findet sich ein Altarkreuz in einer baldachingekrönten Nische. Seitlich sieht man gefasste Reliefs der Taufe und der Verklärung Christi. 1975 ist dieser Altar von der Kath. Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Rietberg gekauft worden. Der führende Bildhauer ist Heinrich Hartmann aus Wiedenbrück. Vor dem Hochaltar steht im neugotischen Stil der Volksaltar und das Ambo. Der Ambo stammt aus dem Jahre 1913. Die Herkunftszeit des Volksaltares ist nicht genau zu benennen.

Der Kreuzweg stammt aus dem Jahre 1914. Er umfasst 14 Stationen und hängt an den Langwänden der Kirche. Der Bildhauer Heinrich Hartmann hat ihn geschaffen. Die Reliefs sind farbig gefasst in gedämpfter Farbgebung. Nur Christus ist mit weißen Untergewand und roten Umhang mit goldenen Nimbus hervorgehoben. Alle Giebel des Kreuzwegs besitzen einen Krabbenbesatz und enden mit einem bekrönenden Kreuz.

Madonnenfigur und Kreuzweg

An der Stirnwand des nördlichen Seitenschiffes findet sich eine Skulptur „Madonna mit Kind“. Das Jesuskind steht in der linken Hand der Gottesmutter. Das Kind ist dem Betrachter frontal zugewandt.

Taufbecken mit Relief

An der Stirnwand des südlichen Seitenschiffes ist ein Relief von Benno Lipsmeier aus Lippstadt zum Thema der göttlichen Dreifaltigkeit: die rechte Hand von Oben stellt Gott Vater dar, das Kreuz Gottes Sohn und die aufsteigende Taube den Heiligen Geist. Davor finden Sie das Taufbecken aus schwarzem Marmor aus dem ersten Viertel des 19. Jahrhunderts.

In der Wandnische in der Rückwand des südlichen Seitenschiffes ist ein Relief des heiligen Josef aus dem Jahre 1959 zu sehen. In der Wandnische in der Rückwand des nördlichen Seitenschiffes ist die Ikone von der „immerwährenden Hilfe“ zu sehen. Sie ist ein Halbbild der Gottesmutter Maria und dem Jesuskind. Sie befindet sich auf goldfarbenen Hintergrund mit griechischen Buchstaben. Das Haupt der Mutter Maria ist mit zwei geflügelten Engeln zu sehen. Im Turnuntergeschoss findet sich die Pieta zum persönlichen Gebet.

St. Ursula Skulptur Die wichtigste Figur in der St. Ursula Kirche ist die Figur der Heiligen Ursula. Sie hat einen Pfeil in der rechten Hand und ein geschlossenes Buch im linken Arm. Ihr Haupt ist mit einer Zackenkrone bekrönt.

Orgel Die Orgel aus dem Jahre 1941 stammt von der Firma Speith aus Rietberg. Sie wurde 1933 und 1972 renoviert und 1988 erweitert.

Die Grauthoffkapelle

Standort: Finkenweg 2, 33758 Schloß Holte-Stukenbrock (Schloß Holte)

Am 24. April 1983 wurde der Altar der Grauthoffkapelle von Weihbischof Consbruch konsekriert. Menschen aus dem Grauthoff-Gebiet ist diese Kapelle, die den Märtyrern des 20. Jahrhunderts geweiht ist, immer ein großes Herzensanliegen gewesen.

In dieser Kapelle finden Sie einen schlichten Zelebrationsaltar dahinter ein großen Holzkreuz. Es stammt vom Holzschnitzer Trinkel aus Bad Wiessee, in der Nische der linken Stirnwand des Kirchenschiffes befindet sich eine Muttergottes. An der Stirnwand des Chorraumes sehen Sie den Tabernakel. In der Kapelle der Märtyrer des 20. Jahrhunderts finden sich zwei Dreilichtgedenkleuchter zu Ehren der Märytrer. Die bekanntesten von Ihnen sind Maximilian Kolbe, ein polnischer Priester, der für einen Familienvater im KZ Ausschwitz gestorben ist, Edith Stein, eine Jüdin, die zum Katholizismus konvertierte, Philosophin und Ordensfrau und Nikolaus Groß, der für seine gesellschaftlichen und religiösen Überzeugungen gestorben ist. In der Grauthoffkapelle wird regelmäßig die Eucharistie gefeiert. Die evangelische Gemeinde feiert dort regelmäßig ihre Trauerfeiern. Gruppen und Verbände unserer Kirchengemeinde treffen sich dort regelmäßig.